Am Montag dem 11.04.16 ging es für Christoph und Fränky mit dem Rennrad nach Rom.

 

 

1.       Tag- 175km 2300hm 7h30min. Fahrzeit

Zimmer mit Frühstück 35.-

 

Der Start am Montag war sehr kalt. Bei ca. 3C wurde von zuhause weggefahren.

Treffpunkt für Christoph und Fränky war Mondsee.

Los gings über das Wiestal nach Golling, Bad Gastein hinauf nach Böckstein.

Mit dem Zug durch die Tauernschleuse. Dann genossen wir mit den ersten Sonnenstrahlen die Abfahrt nach Mallniz Richtung Winklern. Der Rucksack erschwerte unerwartet das Fahren enorm.

Zuviel Gepäck, wie sich herausstellte.

Eine Unterkunft bekamen wir 10 km vor Winklern wo die Haushälterin extra für uns öffnete.

Und so ließen wir den Abend ausklingen mit einem Villacher Bier.

 

2.       Tag -173km 2100hm 7h15min. Fahrzeit

Zimmer ohne Frühstück 25.-

 

Von unnötigen Kleidungsstücken trennten wir uns bevor wir nach Winklern radelten.

Bei ca. 1,5C fuhren wir auf einen von der Hotel Chefin vorgeschlagenen Radweg, der sich  als kompletter Umweg herausstellte.

Weiter, hinauf auf den Iselsberg nach Lienz.  Anschließend auf den Gailberg  und wieder hinunter bis Kötschach Mautern wo wir die Steilheit des Plötenpasses in angrif nahmen.

14km endlos steile Bergstraßen mit langen finsteren kühlen Tunnel.

Ab diesem Zeitpunkt ging es auf den kaputten Italienischen Straßen weiter nach Tolmezo.

Von dort aus bei Starken Gegenwind entlang des massiven Flusses Tagliamento.

Gegen 17:30 Uhr erreichten wir die kleine Stadt Sanvito al Tagliameto.

Dort fragten wir uns schnell durch und ergatterten ein nettes Hostel mit einer nicht einfachen Aufsichtsperson die uns ums biegen und breche die Räder nicht aufs Zimmer mitnehmen lies.  Bei Nacht und Nebelaktion hatten wir die Räder dann doch oben.

 

3.       Tag-223km 550hm 7h50min Fahrzeit

Zimmer mit Frühstück 52.-

 

Am Mittwoch starteten wir schon ein bisschen früher gegen 7:40 Uhr.

Die Wetterprognose die leichten Regen ankündigte konnten wir mit gutem Bauchgefühl hinter uns lassen.

Am Tagesplan stand eine Flachetappe.

Also, Hände auf den Unterlenker, Kette rechts und die Oberschenkel arbeiten lassen.

Schon gegen 11:00 Uhr erreichten wir bereits Venedig. Die ersten 100km hatten wir in den Beinen mit 30km/h schnitt.

Kurze Einkehr gleich am Meer in das kleine nette Dorf Chioggia.

Nun wurde die Fahrt sehr monoton.

Ewig lange geraden auf breiten Straßen mit viel Verkehr.

Der Radstreifen betrug schmale 30cm.

Das forderte viel Konzentration. Der unangenehme Gegenwind erschwerte die Fahrt.

Das punktuelle sitzen und der Rucksack trugen den Rest dazu bei.

Später als sonnst, erreichten wir den Haven Ravenna der von der Fischerei lebt.

 

4.       Tag-150km 1500hm 6h35min Fahrtzeit

Zimmer mit Frühstück 40.-

 

Nachdem wir das gesamte Frühstücksbuffet aufgegessen hatten und uns die zornige Hotelchefin deswegen die Leviten gelesen hatte, fuhren wir bei sonnigen 17C ab.

Das schwierige unserer heutigen Strecke war, die befahrenen breiten Straßen zu meiden.

Wir wollte in das schönere Hinterland, und nahmen uns auch die Zeit dafür.

Auf einer selektiven Strecke die kaum befahren war, fuhren wir Pässe die durch ihre Schönheit einem den Atem raubte.

Da wir an diesem Tag dem Navi nicht trauen konnten weil es uns ständig auf die Autobahn verwies, orientierten wir uns immer  wieder an den Verkehrsschildern Richtung Rom.

Straßen die für den normalen Verkehr nicht mehr tauglich waren nahmen wir mit Humor.

Da wär schon teilweise ein MTB von Vorteil gewesen.

Selbst bei unseren gut servicierten Rädern löste sich schon mal ein Schnellspanner.

Schlussendlich machten wir uns wieder gegen 17:30 Uhr zur suche einer Unterkunft auf, das erstaunlich einfach war, wie bereits die Tage zuvor.

Wir hausten in einem kleinem Städtchen nahe dem See, Lago di Montedoglio.

 

5.       Tag-170km 1480hm 7h Fahrzeit

Zimmer in der Burg mit Frühstück 32.-

 

Ausgeschlafen und mit vollem Elan starteten wir in die 5. Etappe.

Der Rucksack, der uns am Anfang alles abverlangte, ist von Tag zu Tag leichter geworden und gehört mittlerweile als Standard dazu.

Da es jetzt immer leicht hügelig bleibt, gingen wir es nicht mit Übermut an.

Auf den extrem schlechten Straßenverhältnisse verloren wir beinahe die Leidenschaft am Radsport. Es ging richtig an die Substanz… Schultern, Gelenke bzw. das Sitzfleisch. Pure Nervensache. Schleppend kamen wir zu unseren Kilometern. Zudem hetzte die Sonne so richtig auf den Asphalt.

Die Krönung im positiven Sinne, erlebten wir beim einfahren in das Dorf hoch oben am Berg über der Stadt namens Narni.

Es ist eine 'Festung… Yes, wir wohnten in einer Ritterburg!

Ausgebaut für den Tourismus, eine ganz witzige Erfahrung.

 

6.       Tag-87km 900hm 3h40 Fahrzeit

Hotel mit Frühstück 60.-

 

 

Die letzten km standen an der Tagesordnung.

Heute ist Endspurt.

Die Tage davor sind gut verlaufen, ohne Defekte.

Die ersten 45km erinnerten mich ein bisschen an unser Innviertel.

Neuer Asphalt machte die Reise angenehm und spornte an.

30km kurz vor unserem Ziel ROM, stieß plötzlich ein einheimischer Rennradfahrer dazu der dieselbe Route fuhr.

Sehr nett von Ihm, dass er uns in diesem dichten Verkehr in die Innenstadt führte.

Das schon im Vortag herausgesuchte Hotel Aphrodite, direkt am Bahnhof/ Airport war einfach gefunden.

Preis Leistung ein absoluter Glücksgriff.

 

Ab 14:00 Uhr in normalen Straßenschuhen "ohne Radbekleidung" gings dann in die Kulturstadt ;.)

 

Tourdaten: 978km_ 8830hm _ca. 40h Fahrzeit

 

Resume: Es war ein tolles Erlebnis mit traumhaftem Wetter und und sehr   schönen Orten die man normalerweise nicht zu Gesicht bekommt.

Ich kann diese Tour nur weiterempfehlen!